Best Practices für die E-Mail-Zustellbarkeit

Gute E-Mail-Zustellbarkeit passiert nicht von selbst. Das hängt von der Qualität deiner Kontaktliste, deinem technischen Setup und davon ab, wie deine Empfänger im Laufe der Zeit mit deinen E-Mails interagieren. In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Best Practices, damit deine E-Mails im Postfach landen.

👥 Aufbau und Pflege deiner Kontaktliste

Importiere nur Kontakte, die dem Erhalt deiner E-Mails zugestimmt haben

Die Qualität deiner Kontaktliste ist der wichtigste Faktor dafür, ob deine E-Mails im Postfach ankommen. Brevo verlangt, die Zustimmung deiner Kontakte einzuholen, bevor du sie in deine Datenbank aufnehmen. Kontakte, die deine E-Mails erwarten, öffnen sie eher. Das sorgt für besseres Engagement und weniger Beschwerden.
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➡️ Um mehr zu erfahren, lies unseren Artikel Erstellung einer seriösen Kontaktdatenbank für optimale Zustellbarkeit und Compliance.

Einrichten eines Double-opt-in-Prozesses

Ein Double-Opt-in-Prozess erfordert, dass neue Abonnenten bestätigen, dass sie deine E-Mails erhalten möchten, bevor sie deiner Liste hinzugefügt werden. So verhinderst du, dass Fake-Adressen, Bots und Spam-Traps in deine Datenbank gelangen, und stellst sicher, dass deine Liste aus Kontakten besteht, die wirklich an deinen E-Mails interessiert sind.

➡️ Um mehr zu erfahren, lies unseren Artikel Erstellen eines Anmeldeformulars (Schritt 4: Verwalten der Einstellungen für die Anmeldebestätigung).

Bereinige regelmäßig deine Kontaktliste

Wenn du im Laufe der Zeit an nicht engagierte Kontakte sendest, schadet das deiner Absender-Reputation. Identifiziere regelmäßig Kontakte und setze sie auf eine Blocklist, die nicht mehr mit deinen E-Mails interagieren, z. B. diejenigen, die deine letzten drei Kampagnen nicht geöffnet haben. Das Blockieren ist besser als das Löschen, da es verhindert, dass diese Kontakte in Zukunft versehentlich erneut importiert werden.

Stelle außerdem sicher, dass deine Liste keine ungültigen Adressen enthält, bevor du sie importierst. Wenn eine E-Mail aufgrund eines dauerhaften Problems, z. B. einer nicht existierenden Adresse, nicht zugestellt werden kann, führt das zu einem Hard bounce. Brevo setzt Kontakte, die einen Hard bounce verursachen, automatisch auf die Blocklist, aber eine hohe Hard-bounce-Rate kann zur Sperrung deines Kontos führen. Überprüfe immer die Qualität einer Liste, bevor du sie in Brevo importierst.

💡 Gut zu wissen
Bevor du einen inaktiven Kontakt blockierst, erwäge, zuerst eine Re-Engagement-Kampagne zu senden.

➡️ Um mehr zu erfahren, lies unseren Artikel Optimierung und Bereinigung deiner Kontaktliste zur Verbesserung der E-Mail-Zustellbarkeit.

Verwende die Segmentierung, um engagierte Kontakte anzusprechen

Wenn du dieselbe E-Mail an deine gesamte Liste sendest, sinkt das Engagement und das Risiko von Beschwerden steigt. Indem du deine Kontakte segmentierst und diejenigen ansprichst, die in letzter Zeit Interesse an deinen Inhalten gezeigt haben, verbesserst du Öffnungs- und Klickrate. Das signalisiert Postfachanbietern, dass deine E-Mails gewünscht sind.

Ein einfacher und effektiver Ansatz ist, Kontakte, die in den letzten drei bis sechs Monaten nicht mit deinen E-Mails interagiert haben, aus deinen Hauptkampagnen auszuschließen und sie separat mit einem Re-Engagement-Flow zu bearbeiten.

➡️ Weitere Informationen findest du in unserem Artikel Ein Segment zum Filter deiner Kontakte erstellen.

🧑‍💻 Technische Einrichtung

Verwende eine professionelle E-Mail-Adresse

Sende keine E-Mails von einer kostenlosen Adresse (@gmail.com, @yahoo.com, usw.). Verwende eine professionelle E-Mail-Adresse, die auf deine eigene Domain endet. Damit signalisierst du Postfachanbietern, dass deine E-Mails legitim sind, und es ist erforderlich, um die Absenderanforderungen von Gmail, Yahoo und Microsoft zu erfüllen.

➡️ Weitere Informationen findest du in unserem Artikel Warum du deine kostenlose E-Mail Adresse durch eine professionelle ersetzen solltest.

Authentifiziere deine Domain

Domain-Authentifizierung fügt deinen E-Mails eine digitale Signatur hinzu und bestätigt, dass sie wirklich von dir stammen. Es reduziert das Risiko von Spam und Phishing, verbessert die Platzierung im Postfach und ist erforderlich, um die Absenderanforderungen von Gmail, Yahoo und Microsoft zu erfüllen.

➡️ Weitere Informationen findest du in unserem speziellen Artikel Authentifizierung deiner Domäne mit Brevo.

Achte auf eine gleichbleibende Sendehäufigkeit

Postfachanbieter bauen Erwartungen auf, basierend auf deinen Versandmustern. Zu seltenes Senden kann dazu führen, dass deine Domain-Reputation nachlässt, und eine plötzliche Erhöhung deines Versandvolumens nach einer langen Pause kann bei ISPs Warnsignale auslösen. Ziele auf einen regelmäßigen Versandrhythmus ab und vermeide große Spitzen im Versandvolumen.

Wenn du neu anfängst oder nach einer Pause wieder mit dem Versand beginnst, erhöhe dein Versandvolumen schrittweise. Das ist besonders wichtig, wenn du eine dedizierte IP verwendest, die vor dem Versand mit voller Kapazität zunächst aufgewärmt werden muss.

➡️ Weitere Informationen findest du in unserem speziellen Artikel Ihre dedizierte IP-Adresse aufwärmen.

In jede Marketing-E-Mail einen klaren Abmeldelink einfügen

Jede Marketing-E-Mail muss einen sichtbaren und funktionierenden Abmeldelink enthalten. Neben der gesetzlichen Pflicht in den meisten Ländern schützt es direkt deine Zustellbarkeit: Kontakte, die sich nicht einfach abmelden können, markieren deine E-Mail stattdessen als Spam – das schadet deiner Absender-Reputation deutlich mehr als eine Abmeldung. Brevo fügt automatisch einen Abmelde-Link hinzu, wenn deine Kampagne keinen enthält.

➡️ Weitere Informationen dazu findest du in unserem Artikel Muss ich einen Link zum Abbestellen in meine E-Mails einfügen?

💌 E-Mail-Inhalt

Der Inhalt deiner E-Mails kann Spam-Filter auslösen und beeinflussen, wie Empfänger damit interagieren. Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten Punkte, die du beim Erstellen deiner Kampagnen beachten solltest.

💯 Unbedingt erforderlich 👍 Gut zu haben 🙅 Unbedingt vermeiden
  • Versende Inhalte, die für deine Kontakte relevant und wertvoll sind.
  • Verwende sauberes, gültiges HTML, da schlechte Codequalität Spam-Filter auslösen kann.
  • Mache deine E-Mails mobilfreundlich.
  • Verwende ein konsistentes Branding (Logo, Farben und Tonalität), damit Empfänger deine E-Mails wiedererkennen.
  • Mit Personalisierung passt du Inhalte an die Vorlieben oder das Verhalten jedes Empfängers an.
  • Vermeide Spam-Trigger-Wörter in deiner Betreffzeile und im Text.
  • Verwende keine URL-Verkürzer wie bit.ly oder goo.gl, da sie von Spamfiltern markiert werden.
  • Vermeide es, die Empfänger:innen mit zu vielen Informationen in einer einzigen E-Mail zu überfordern.

📈 Überwachung deiner Metriken

Wenn du deine Kennzahlen im Blick behältst, erkennst du Zustellbarkeitsprobleme frühzeitig und kannst handeln, bevor sie deine Absender-Reputation beeinträchtigen. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Kennzahlen, die du im Blick behalten solltest.

Metrik Beschreibung
Öffnungsrate Prozentsatz der zugestellten E-Mails, die geöffnet wurden. Eine sinkende Öffnungsrate kann auf Zustellbarkeitsprobleme oder desinteressierte Kontakte hinweisen.
Click rate (Klickrate) Prozentsatz der zugestellten E-Mails, bei denen ein Link angeklickt wurde. Niedrige Klickraten deuten darauf hin, dass deine Inhalte bei deiner Zielgruppe nicht ankommen.
Hard Bounce-Rate Prozentsatz der E-Mails, die aufgrund eines dauerhaften Problems, wie z.B. einer ungültigen Adresse, abgelehnt wurden. 
Soft Bounce-Rate Prozentsatz der E-Mails, die aufgrund eines vorübergehenden Problems abgelehnt wurden, z. B. wenn das Postfach voll ist. Überwache wiederkehrende Soft bounce bei denselben Adressen.
Spam-Beschwerderate Prozentualer Anteil der Empfänger:innen, die deine E-Mail als Spam markiert haben.
Abmelderate Prozentsatz der Empfänger:innen, die sich abgemeldet haben. Eine hohe Rate zeigt, dass deine Inhalte oder deine Versandfrequenz nicht die Erwartungen deiner Zielgruppe erfüllen. 

➡️ Um mehr zu erfahren, lies unseren speziellen Artikel Statistiken und Berichte zu deinen E-Mail-Kampagnen verstehen.

❗️ Wichtig
Eine Hard bounce-Bounce-Rate von über 2 %, eine Abmelderate von über 1 % oder eine Spam-Beschwerderate von über 0,2 % kann zur Aussetzung deines Kontos oder deiner E-Mail-Kampagnen führen.

⏭️ Nächste Schritte

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